WordPress-Wartung heißt: Jemand hält Kern, Theme und Plugins aktuell, sichert die Website und prüft, ob sie läuft. Bei elf deutschen Anbietern kostet das 9,50 bis 460 € netto im Monat. Pakete mit täglicher Sicherung, Überwachung und Support-Zeit liegen meist bei 37,50 bis 130 € (Listenpreise, Stand: 8. Oktober 2026). Die günstigsten Pakete enthalten meist keine Zeit für Reparaturen.

Was WordPress-Wartung umfasst

WordPress besteht aus Schichten, die getrennt aktualisiert werden: der Kern, also das System selbst, das Theme für die Gestaltung und die Plugins für Funktionen wie Formulare oder den Cookie-Hinweis. Darunter läuft PHP, die Programmiersprache auf dem Server. Eine Wartung kümmert sich um diese Aufgaben:

  • Updates: Kern, Theme, Plugins und die PHP-Version, mit einer Sicherung vorher und einem Blick auf die Seite danach.
  • Backups: regelmäßige Sicherungen von Dateien und Datenbank, außerhalb des eigenen Servers, mit einem Weg zurück.
  • Überwachung: Erreichbarkeit, SSL-Zertifikat und Hinweise auf Angriffe. Das SSL-Zertifikat sorgt für die verschlüsselte Verbindung.
  • Support und Reparaturen: Hilfe, wenn nach einem Update etwas nicht mehr funktioniert, oder wenn du eine kleine Änderung brauchst.

Ein Beispiel aus dem Alltag: Nach einem Plugin-Update verschickt das Anfrageformular keine E-Mails mehr. Fällt das in der Wartung auf, ist es eine Sache von Minuten. Fällt es niemandem auf, gehen wochenlang Anfragen verloren. Genau dafür zahlst du bei einer Wartung, nicht nur für den Klick auf „Aktualisieren“.

Was WordPress-Wartung am Markt kostet

Die Tabelle zeigt fünf der elf Anbieter, deren Preisseiten wir ausgewertet haben, darunter den günstigsten und den teuersten. Sie ist eine Auswahl, keine Rangliste und keine Empfehlung. Wer welches Paket braucht, hängt an deiner Seite.

WordPress-Wartung bei fünf deutschen Anbietern: Listenpreise im Monat (Stand: 8. Oktober 2026)
AnbieterPakete und Preise im MonatLaufzeit und ZusatzkostenIm günstigsten Paket
CMS ADMINS9,50 €, 29 €, ab 63 bis 131 €, nettoEinstiegspaket 12 Monate, die anderen monatlich kündbarUpdates zweimal pro Woche, Sicherheitsupdates täglich, tägliche Backups (die letzten drei bleiben), Überwachung rund um die Uhr, Support per Ticket ohne Stundenkontingent
wordpresswartung.com23,50 €, 29,50 €, 37,50 €, 55,50 €, nettoMonatlich kündbar, Einrichtung einmalig 99 € netto, bei Jahreszahlung 20 % wenigerUpdates wöchentlich, Backups alle zwei Wochen, Überwachung rund um die Uhr, Support per E-Mail. Keine Reparaturzeit, weitere Arbeit 20 € je 15 Minuten
WP Ninjas49 € und 99 €, zzgl. MwSt.Bei 12 Monaten Laufzeit; bei 6 Monaten 54 € bzw. 109 €Updates wöchentlich, inklusive PHP, tägliche externe Backups, Überwachung rund um die Uhr mit Wiederherstellung im Notfall, Monatsbericht. Kein Kontingent für Support oder Reparaturen genannt
die mainagentur69 €, 109 €, 179 €, zzgl. MwSt.12 Monate Mindestlaufzeit, danach monatlich kündbar. Notfall-Support 110 € pro StundeUpdates für Kern, Plugins und Themes, tägliche Backups mit 30 Tagen Aufbewahrung, Überwachung von Erreichbarkeit und Zertifikat, monatlicher Sicherheitsscan, eine Support-Anfrage im Monat
Tobias Brey90 €, 230 €, 460 €, nettoMonatlich kündbar, dazu einmalig ein WordPress-Audit für 200 €Updates und Backups einmal im Monat, Überwachung der Erreichbarkeit, 30 Minuten Reparaturzeit im Monat

Die Spanne ist groß, weil die Pakete Verschiedenes enthalten. Ein Paket für 9,50 € und eines für 460 € heißen beide Wartung. Das eine spielt Updates ein, das andere enthält Reparaturzeit, schnelle Reaktion und persönliche Betreuung. Vergleiche deshalb nicht die Preise, sondern die Leistungen hinter den Preisen.

Was oft nicht im Preis steckt

Zu den Paketpreisen kommen Posten, die in vielen Angeboten fehlen oder extra kosten:

  • Lizenzen: Kostenpflichtige Plugins zahlst du meist selbst, je Website und Jahr. Beispiele, jeweils zzgl. Steuern: Elementor Pro 60 €, WP Rocket 49,95 €, Yoast SEO Premium 118,80 €, Borlabs Cookie 49 €, ACF PRO 49 $, Wordfence Premium 149 $.
  • Reparaturen: Viele Einstiegspakete enthalten keine Zeit dafür. Dann wird jede Minute einzeln berechnet, bei wordpresswartung.com zum Beispiel 20 € je 15 Minuten.
  • PHP-Upgrades: 37,1 % der WordPress-Installationen laufen auf PHP-Versionen ohne Sicherheitsupdates (älter als 8.2). Am 31. Dezember 2026 endet auch der Support für PHP 8.2. Müssen für das Upgrade Plugins ersetzt werden, ist das oft mehr Arbeit als ein normales Update.
  • Notfälle: Die Bereinigung nach einem Angriff und Hilfe am Wochenende stecken nicht in jedem Paket. Bei der mainagentur kostet Notfall-Support zum Beispiel 110 € pro Stunde.
  • Hosting: Der Server ist meist ein eigener Vertrag. Managed-WordPress-Hosting kostet etwa bei Raidboxes 18 bis 65 € im Monat zzgl. MwSt. (Pakete Mini bis Pro).

Die PHP-Zahl stammt von WordPress.org und gilt weltweit für alle Installationen, die dort nach Updates fragen, Testinstallationen eingeschlossen.

Ein Rechenbeispiel mit Marktpreisen

Was WordPress im Jahr kostet, zeigt sich erst, wenn man die Posten zusammenzählt. Das Beispiel nimmt ein Wartungspaket für 49 € im Monat und drei verbreitete Lizenzen. Es sind Listenpreise anderer Anbieter, keine Preise von uns und kein Durchschnitt.

Rechenbeispiel: Wartung und Lizenzen einer WordPress-Seite für ein Jahr, netto
PostenListenpreisIm Jahr
Wartung, Update-Paket von WP Ninjas49 € im Monat, 12 Monate Laufzeit588,00 €
Elementor Pro (Essential)60 € im Jahr60,00 €
WP Rocket (Single)49,95 € im Jahr49,95 €
Borlabs Cookie (Personal)49 € im Jahr49,00 €
Zusammen746,95 €

Rund 747 € netto im Jahr, ohne Hosting und ohne Zeit für Reparaturen. Ob das viel oder wenig ist, hängt daran, was die Seite für deinen Betrieb leistet. Für eine Seite, über die jeden Monat Anfragen kommen, ist es wenig. Für eine Visitenkarte, die sich seit Jahren nicht ändert, ist es eine Frage wert.

Was ein Wartungsvertrag regeln sollte

Ein guter Wartungsvertrag macht aus „Wir schauen ab und zu drauf“ etwas, das du nachprüfen kannst. Diese Punkte sollten darin stehen:

  1. welche Website betreut wird, mit Theme, Plugins und PHP-Version
  2. wie oft Updates eingespielt werden und ob vorher gesichert wird
  3. wie oft gesichert wird, wo die Sicherungen liegen, wie lange sie aufbewahrt werden und ob die Wiederherstellung geprüft wird
  4. was überwacht wird: Erreichbarkeit, Zertifikat, Hinweise auf Angriffe
  5. wie viel Zeit für Reparaturen enthalten ist und was jede weitere Stunde kostet
  6. wie schnell bei einer Störung reagiert wird, auch am Wochenende
  7. ob Lizenzen, PHP-Upgrades und die Bereinigung nach einem Angriff enthalten sind
  8. Laufzeit, Kündigung und wie Zugänge und Sicherungen übergeben werden, wenn der Vertrag endet

Woran du merkst, dass statt Wartung ein Wechsel ansteht

Wartung lohnt sich, solange die Seite gesund ist. Diese Zeichen sprechen dafür, dass du statt eines neuen Wartungsvertrags lieber einen Wechsel prüfen solltest:

  • Plugins ohne Updates: Wichtige Plugins bekommen seit Monaten keine Updates mehr, und Ersatz ist aufwendig.
  • Altes PHP: Die Seite läuft auf PHP 8.1 oder älter, und das Upgrade scheitert an Theme oder Plugins.
  • Jedes Update ist ein Risiko: Nach fast jedem Update muss jemand etwas reparieren, und die Reparaturzeit kostet mehr als das Paket.
  • Langsame Seite: Page-Builder und viele Plugins bremsen die Seite, und Optimieren hat wenig gebracht.
  • Der Relaunch steht an: Struktur, Texte und Gestaltung werden ohnehin neu aufgesetzt.

Trifft nichts davon zu, ist ein guter Wartungsvertrag die richtige Wahl. Worin sich WordPress und die Alternative im Alltag unterscheiden, steht im Vergleich WordPress oder Next.js.

Warum wir das so offen schreiben

Wir bieten keine WordPress-Wartung an. Wir bringen Websites weg von WordPress auf Next.js und betreuen danach die neue Seite. An einem Wechsel verdienen wir, das sagen wir offen. Deshalb nennen wir hier die Preise anderer Anbieter ohne Rangliste und sagen dir, wenn eine Wartung für dich der bessere Weg ist.

Was wir für Websites übernehmen, die wir gebaut haben, steht unter Website-Wartung. Willst du wissen, ob deine WordPress-Seite bleiben kann, schick uns die Adresse. Wir sehen sie uns an und sagen dir, ob sich ein Wechsel lohnt oder ob sie bleiben kann.

Quellen

Fragen

Häufige Fragen

Was kostet WordPress-Wartung im Monat?

Bei elf deutschen Anbietern liegen die Listenpreise zwischen 9,50 und 460 € netto im Monat. Pakete mit täglicher Sicherung, Überwachung und Support-Zeit kosten meist 37,50 bis 130 €. Lizenzen, Hosting und Reparaturen kommen oft dazu (Stand: 8. Oktober 2026).

Was ist in einer WordPress-Wartung enthalten?

Fast immer Updates für Kern, Theme und Plugins, Backups und eine Überwachung der Erreichbarkeit. Große Unterschiede gibt es bei der Häufigkeit der Updates und Backups, bei der Zeit für Reparaturen und bei der Reaktion im Notfall. Lass dir diese Punkte im Angebot schriftlich geben.

Sind Plugin-Lizenzen in der WordPress-Wartung enthalten?

Meist nicht. Kostenpflichtige Plugins wie Elementor Pro, WP Rocket oder Yoast SEO Premium laufen über eigene Jahreslizenzen, die du je Website zahlst. Frag im Angebot nach, wer die Lizenzen hält und wer sie verlängert.

Kann ich meine WordPress-Seite selbst warten?

Ja, wenn du regelmäßig Zeit dafür hast: vor jedem Update sichern, danach Formulare und wichtige Seiten prüfen, PHP aktuell halten und Plugins ohne Updates ersetzen. Schwierig wird es, wenn nach einem Update etwas nicht mehr funktioniert und niemand weiß, warum.

Worauf achte ich bei einem Angebot für WordPress-Wartung?

Auf das, was hinter dem Preis steckt: wie oft Updates und Backups laufen, wo die Backups liegen, wie viel Reparaturzeit enthalten ist, wie schnell im Notfall jemand reagiert und wie lange der Vertrag läuft. Zwei Pakete mit gleichem Namen können sehr Verschiedenes enthalten.