Wiederkehrende Handarbeit ist ein Hinweis, kein Auftrag. Bevor Code entsteht, wird der Ablauf aufgenommen: welche Schritte es gibt, wer sie ausführt, welche Systeme beteiligt sind und an welcher Stelle Daten von einer Liste in eine andere wandern. Erst diese Aufnahme zeigt, ob zwei vorhandene Systeme nur verbunden werden müssen oder ob ein Vorgang eigene Objekte und Zustände braucht.

Schnittstelle oder eigenes Werkzeug

Eine dokumentierte Schnittstelle ist der kleinere Weg, wenn Angebot, Rechnung oder Einsatzplanung schon irgendwo gepflegt werden und nur der Transport fehlt. Ein eigenes Werkzeug ist der größere Weg, wenn Rechte, Fehlerfälle und Nachvollziehbarkeit im Bestand nicht abbildbar sind, oder nur mit so viel Nacharbeit, dass die Tabelle selbst zum Risiko wird.

Gebaut wird in lauffähigen Schritten

Zuerst ein nutzbarer Ausschnitt, dann die Erweiterung. Testdaten, fachliche Regeln und eine Person aus dem Fachbereich, die Zwischenstände beurteilen kann, gehören dazu. Was sich nicht eindeutig aus vorhandenen Listen zuordnen lässt, wird gekennzeichnet statt geraten.

Ohne Betrieb wird das Werkzeug wieder zur Tabelle

Zum Betrieb gehören Datenhaltung, Sicherungen, Aktualisierungen und ein geklärter Weg für Störungen. Ohne diesen Teil ist das Werkzeug nach der ersten Änderung wieder eine Tabelle, nur mit mehr Stellen, an denen sie brechen kann.

Wie wir eigene Werkzeuge aufnehmen, bauen und betreuen, steht unter Individuelle Software.